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Autor:von Michael Valentan
SA-6 von Trumpeter



Baubericht des neuen Bausatzes der SA-6 von Trumpeter


Der Bau selbst geht relativ unkompliziert von statten. Wenn man der reich bebilderten Bauanleitung folgt sollten eigentlich alle Fragen ausgeräumt sein. Die Passgenauigkeit der Teile ist wie gewohnt bei den neueren Trumpeter-Bausätzen gut bis sehr gut. Spachtelorgien waren eigentlich nicht notwendig, nur die Kotschützer am Heck (Teile C-55/56 mußten etwas angepasst werden)
Nachdem ich immer alle Handgriffe aus Draht nachbiege (die brechen nicht so leicht und sind noch dazu wirklich rund) gab es nur rund um diese leichte Versenkungen zu füllen. Dies wurde gleich beim verkleben mittels Superkleber bewerkstelligt.



An der gossen Platte am Motorheck )C-40) gab es eigentlich das meiste zu tun: Diese ist anscheinend auf Pressfassung gearbeitet worden, man bekommt sie auf jeden Fall nur mit Gewalt in die richtige Position. Nachdem ich dann immer noch befürchtete dass sie sich durch die Spannung wieder lösen könnte (auch noch Stunden später möglich) habe ich sie nicht gleich eingeklebt sondern erst mal die Positionierungsstücke dünner geschliffen. Wie das nachher aussieht ist völlig egal, man sieht es eh nicht mehr. Wo das Gitter am Heck hinkommt (PE4) habe ich innen ein Stückchen Plastik-Sheet geklebt. Sonst würde man quasi bis „zu den Mandeln des nichtvorhandenen Fahrers“ blicken können. Die Schaufel am Bug wäre etwas zu überarbeiten, sonst würde das im echten Leben nur durch Reibung halten.



Der Bergebaum am Heck sollte aufgefüllt werden. Nachdem dieser hohl gespritzt worden ist habe ich einfach ein Röhrchen von Evergreen hineingesteckt und den Rest dann mit Spachtelmasse aufgefüllt.
Es wäre auf jeden Fall empfehlenswert die Kette vor dem Aufsetzen der Oberwanne zu bewerkstelligen. Sollte man erst lackieren und dann die Kette aufziehen würde ich empfehlen das Laufwerk selbst nicht zu viel zu belasten. Die Schwingarme sind dafür nicht wirklich ausgelegt und brechen dort wo sie in die Wanne enden gerne ab. Teilweise schon beim schief ansehen!!
Das Abschleppseil am Bug macht wieder keine Probleme, man sollte aber im Internet oder Büchern nach Fotos suchen wie es denn nun wirklich montiert ist. So wie es gezeigt wird würde es im echten Leben bis zum Durchfahren des ersten Busches halten, dann könnte es die Besatzung aus den Ketten fitzeln!



Beim Bau der Raketen sollten die Teile A-7 und A-11 getauscht werden. Nachdem die Raketen nicht ganz genau passen (zumindest bei meinem Bausatz) hat man am Ende unschöne Spalten die verschliffen werden müssen. Vertauscht man diese Beiden Teile befinden sich diese an der Unterseite der Geschosse und sind im montierten Zustand nur mehr schwer zu sehen.



Zum Waffenträger gibt es nichts zu sagen, die Teile C-61, B-31 und B-30 sollte man untereinander nicht verkleben, wenn man sie beweglich halten will (Ist ganz praktisch, wenn man an die Höhe des fertigen Fahrzeuges denkt).
Kommen wir nun zum größten Übel des Bausatzes: den beiliegenden Schläuchen!! Dazu eine kleine Geschichte: Ich baute die Halterungen für die Schläuche ein, habe alles schön verklebt und verspachtelt und dann längere Zeit (2 Tage!!!) trocknen lassen. Dann habe ich die dickeren Schläuche am Heck montiert (samt Federn wie vorgesehen) in der korrekten Länge. Bereits beim Montieren begannen sich die Teile B-5 zu verbiegen. Beim ersten Bewegen der Werferrampe geschah es dann: KLONK, und ich hatte die Federn quer durch den Raum geschossen und die Teile B-5 in der Hand. Ich empfehle daher diese Schläuche zu entsorgen und irgendwas vergleichsartiges zu verwenden (Kabelisolierung oder so, egal was hauptsache nicht sooooo steif!)





Beim Bau der Rampen dann nicht von den Anmerkungen „Early“ verwirren lassen! Andere Möglichkeiten als die gezeigte gibt´s eh nicht!
Dann alles wie in Abbildung 15 gezeigt zusammensehten und verkleben. Hier war wieder ein wenig spachtelarbeit notwendig, nämlich dort wo die Rampen in den Schwenkblock übergehen.
Jetzt sollten laut Bauplan die Raketen eingesetzt werden. Ich habe dies erst nach dem Lackieren getan. Das macht das Handling beim Färben und Altern einfacher.



Auch die dünnen Schläuche wurden nicht eingesetzt, das sollte auch erst am Schluß passieren. Warum nicht bei mir? Ganz einfach, weil sie ebenfalls so steif sind dass sie sich automatisch in ihre Biegung krümmen, da kann man machen was man will, vom heißmachen bis auskochen! Darum wurde am Ende von mir dünner Kupferdraht verwendet. Schön ausgeglüht ist dieser so weich dass man ihn mit Leichtigkeit in jede Form biegen kann. Dazu mussten nur die notwendigen Löcher in die Raketen und die Startrampen gebohrt werden.
Bei der Transportlagerung sollte man schon jetzt festlegen ob man ein Fahrzeug in Abschussposition oder in Marschposition bauen will. Eine Änderung ist nachher nicht mehr möglich. Auch das Anbringen von Scharnieren mittels Kupferdraht hält nur begrenzte Zeit, dann bricht das sehr filigrane Plastik aus. Ich habe die Marschhalterung einfach schräg (nach dem Ausbrechen) eingeklebt, damit ich den Werfer weiterhin drehen kann.



Nun noch Lackieren, Decals, Altern, Washing,....brauch ich nichts mehr sagen. Zu sagen wäre nur dass dem Bausatz Decals für eine Polnische, eine Ostdeutsche und zwei Sowjetische Fahrzeuge beiliegen, zumindest den Nationalitätskennungen nach. Leider liegen keinerlei Lackierungsbeispiele für eine russische Dreifarbtarnung bei, diese kann man sich selbst schnitzen!





Fazit: Mit diesem Bausatz ist der Firma Trumpeter ein Griff geglückt, der seinesgleichen sucht. Nicht nur wird endlich ein absolut noch nie in dieser Form vorliegender Bausatzbereich getroffen, es wurde auch sehr detailgetreu und passgenau getan.

Für diesen Bausatz vergebe ich eine „Eins Minus“, wegen der Schläuche und den Kleinigkeiten beim Verbauen. Danke Trumpeter für diesen Bausatz!!







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